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Vorräte anlegen

Tomaten trocknen: ein Vorrat ohne Öl und ohne Feuchtnester

Eine Handvoll getrockneter Tomaten schmeckt viel kräftiger als ihre frischen Ausgangsfrüchte. Dafür wird aus einer großen Schüssel nach dem Dörren ein eher kleiner Vorrat. Diese Verwandlung ist normal: Ein großer Teil des Gewichts war vorher Wasser.

Die Tomaten werden hier trocken gelagert. Ein Glas mit Öl sieht zwar hübsch aus, ist aber keine automatische Fortsetzung der Anleitung. Für den Anfang bleibt der Vorrat übersichtlich und lässt sich später portionsweise in einer Sauce oder Creme verwenden.

Fleischige Tomaten erleichtern den ersten Versuch

Roma- und ähnliche längliche Tomaten haben vergleichsweise viel festes Fruchtfleisch. Das reduziert die Menge Wasser, die im Gerät verdunsten muss. Sehr saftige Früchte lassen sich zwar ebenfalls trocknen, brauchen aber länger und ergeben weniger.

Wähle feste, reife und gesunde Früchte. Schimmelige oder faulende Stellen werden nicht durch Dörren brauchbar. Schneide den harten Stielansatz heraus und teile die Tomaten gleichmäßig. Kleine und große Hälften gegebenenfalls auf verschiedenen Gittern verteilen, damit du fertige Stücke leichter entnehmen kannst.

Luft muss an die Schnittflächen kommen

Lege die Stücke mit etwas Abstand aus. Ein überfülltes Gitter bremst den Luftstrom, und feuchte Kontaktflächen bleiben länger nass. Folge außerdem der Geräteanleitung: Bei manchen Modellen sollen Gitter umgesetzt werden, bei anderen nicht.

Für dieses Rezept ist ein geregeltes Dörrgerät vorgesehen. Die Früchte auf die Heizung oder in einen ausgeschalteten Ofen zu legen liefert keinen vergleichbaren, kontrollierten Trocknungsverlauf. Gerade bei dichtem, saftigem Tomatenfleisch ist das nicht die geplante Methode.

Trockene Tomatenstücke ohne Öl im Glas neben frischen Tomaten und Tomatencreme

Rezept mittel

Tomaten im Dörrgerät trocknen

Für einen trockenen Vorrat ohne Öl. Fleischige Tomaten ergeben mehr getrocknete Substanz als sehr wässrige Sorten.

Vorbereitung
ca. 25 Min.

Zubereitung

  1. Schritt 1

    Einwandfreie Tomaten gründlich unter fließendem Wasser waschen. Stielansätze und feste helle Strunkteile entfernen. Nach Wunsch häuten: kurz 30 bis 45 Sekunden in kochendes Wasser geben, in Eiswasser abschrecken und die Haut abziehen.

  2. Schritt 2

    Längliche Tomaten je nach Größe längs halbieren, vierteln oder in etwa 1,3 bis 2 cm dicke Scheiben schneiden. Möglichst ähnliche Größen zusammen trocknen. Auf den Dörrgittern mit der Hautseite nach unten auslegen, ohne Überlappungen.

  3. Schritt 3

    Dörrgerät nach Herstelleranleitung auf 60 °C einstellen. Etwa 10 bis 18 Stunden trocknen, bei Bedarf länger. Gegen Ende einzelne Stücke vollständig abkühlen lassen und prüfen. Sie sollen zäh bis knusprig trocken sein; eine feuchte oder weiche, saftige Mitte ist noch nicht fertig.

  4. Schritt 4

    Fertige Stücke vollständig abkühlen lassen und dann in saubere, trockene, dicht schließende Behälter verpacken. Nicht warm verschließen, sonst kann sich Kondenswasser bilden. Inhalt und Datum notieren. Nicht mit Öl übergießen und daraus eine haltbare Ölkonserve ableiten.

  5. Schritt 5

    Kühl, trocken und dunkel lagern. Beim ersten Ansatz kleine Portionen für den Verbrauch innerhalb von 2 Monaten planen und vor der Entnahme auf Feuchte oder Schimmel prüfen. Für längere Lagerung die trockenen Stücke gut verpackt einfrieren. Bei Schimmel den betroffenen Behälterinhalt vollständig entsorgen.

  6. Schritt 6

    Für eine kleine frische Tomatencreme 30 g getrocknete Tomaten 10 bis 15 Minuten in heißem Wasser weich werden lassen, gut abtropfen und mit 100 g Frischkäse verrühren oder pürieren. Bei Bedarf wenig Wasser zugeben. Diese Creme sofort kühlen und innerhalb von 24 Stunden essen; sie ist kein neuer ungekühlter Vorrat.

Hinweise zum Rezept

Trocknungszeit und Ausbeute hängen von Fruchtgröße und Wassergehalt ab. Halbtrockene, weiche Tomaten nicht bei Raumtemperatur als Trockenware lagern. Ein Ansatz in Öl braucht eigene, geprüfte Sicherheitsregeln.

Kochmodus

Tomaten im Dörrgerät trocknen

Nicht nach dem warmen Rand urteilen

Ein Stück kann außen trocken wirken und innen noch feucht sein. Lass es für die Kontrolle abkühlen und reiße es an einer dicken Stelle auf. Tritt Saft aus oder zeigt die Mitte noch eine deutlich feuchte Zone, muss es weiter trocknen.

Der Zielzustand liegt bei zäh bis knusprig, nicht bei der weichen Konsistenz halbtrockener Antipasti. Die 10 bis 18 Stunden sind deshalb eine Orientierung. Bei deinem Gerät, deiner Fruchtgröße und deiner Küchenluft kann es länger dauern. Ein Timer beendet die Wasserabgabe nicht automatisch.

Trocken aufheben, frisch weiterverarbeiten

Verpacke erst vollständig abgekühlte Tomaten. Kleine Gefäße werden seltener geöffnet als ein einziges großes Glas. Beim Entnehmen muss der Löffel trocken sein; Feuchtigkeit soll nicht in den Restvorrat gelangen. Für längere Aufbewahrung ist das Gefrierfach eine Möglichkeit.

Die Tomatencreme aus der Rezeptkarte wird dagegen frisch gegessen. Durch Wasser und Frischkäse erhält sie eine ganz andere Zusammensetzung. Sie bleibt höchstens einen Tag gekühlt. Ein paar trockene Tomaten dürfen auch direkt in einem frisch gekochten Eintopf mitgaren und dort wieder weich werden.

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Für eine andere Form von Tomatenvorrat gibt es die Anleitung zur angesäuerten Tomatensauce.

Rezeptgrundlage und Verfahrenshinweise: Tomaten dörren: Oklahoma State University · Trockene Lebensmittel verpacken.

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