Ein Kräutertopf kann im Sommer großzügig werden. Vom Schnittlauch brauchst du beim Kochen aber oft nur ein paar Halme, von der Petersilie eine kleine Handvoll. Der Rest lässt sich portionsweise einfrieren, bevor er welk im Kühlschrankfach liegt.
Du kannst die Kräuter pur aufheben oder eine kleine Kräuterbutter daraus machen. Gefrorene Kräuter werden nach dem Auftauen weicher und eignen sich eher zum Würzen als als hübsche Garnitur.
Waschen und richtig trocken bekommen
Auch selbst gezogene Kräuter werden vor der Verarbeitung gewaschen. Entferne beschädigte Stellen und spüle Erde, Staub und kleine Tiere unter fließendem Wasser ab. Schüttle das Wasser vorsichtig heraus und lass die Kräuter anschließend auf einem sauberen Tuch trocknen.
Eine Salatschleuder hilft bei größeren Mengen. Sehr nasse Kräuter frieren als kompakter Eisblock zusammen. Du musst sie nicht so lange liegen lassen, bis die Blätter welken, aber sichtbare Wassertropfen sollten weg sein. Erst dann hacken und portionieren.
Pur einfrieren, ohne Butter
Petersilie oder Schnittlauch kannst du fein geschnitten in kleinen flachen Portionen verpacken und sofort einfrieren. Beschrifte die Behälter mit Kraut und Datum. Nimm sie später kurz heraus, entnimm die benötigte Menge und stelle den Rest sofort zurück.
Eine kleine gefrorene Portion wandert direkt in Suppe oder Soße. Für Kräuterwürfel lässt sich gehacktes Kraut auch mit wenig Wasser in geeigneten Förmchen einfrieren und danach dicht verpacken. So weißt du beim Kochen, dass etwas zusätzliche Flüssigkeit in den Topf kommt. Öl ist dafür nicht nötig.

Rezept leicht
Kräuterbutter in kleinen Portionen einfrieren
Ein kleiner Buttervorrat mit Petersilie und Schnittlauch. Kühl verarbeiten, zeitnah einfrieren und später portionsweise verwenden.
- Vorbereitung
- ca. 20 Min.
Zubereitung
- Schritt 1
Kräuter sorgfältig sortieren. Welke, schleimige oder schimmelige Teile entfernen. Unter fließendem Wasser waschen und auf einem sauberen Tuch oder in einer Salatschleuder gründlich trocknen. Butter nur so weit weich werden lassen, dass sie sich mit einer Gabel bearbeiten lässt.
- Schritt 2
Petersilienblätter von groben Stielen zupfen und fein hacken. Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden. Erst die vorbereiteten Mengen abwiegen. Grobe Stiele können frisch beim Kochen verwendet werden, kommen aber nicht stückig in die Butter.
- Schritt 3
Butter in einer sauberen Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Kräuter, Salz und optional Zitronenschale gründlich einarbeiten. Nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen lassen und nicht mit einem bereits benutzten Probierlöffel weiterarbeiten.
- Schritt 4
Auf einem geeigneten Stück Gefrierpapier zu einer etwa 3 cm dicken Rolle formen oder in kleine lebensmittelechte, gefriergeeignete Förmchen verteilen. Abdecken und sofort ins Gefrierfach geben. Bei einer Rolle lassen sich nach dem Festwerden kleine Scheiben abteilen.
- Schritt 5
Die festen Portionen in eine gut schließende Gefrierdose umfüllen, damit sie keine Fremdgerüche aufnehmen. Inhalt und Datum notieren. Bei −18 °C oder kälter lagern; für gute Qualität innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen.
- Schritt 6
Einzelne Stücke direkt auf heiße, fertig gegarte Kartoffeln geben oder im Kühlschrank auftauen. Aufgetaute Kräuterbutter gekühlt halten und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen. Auf dem Tisch nur die Menge bereitstellen, die tatsächlich gegessen wird.
Hinweise zum Rezept
Dies ist ein Gefriervorrat, kein Kräuteransatz für die warme Speisekammer. Frische Kräuter in Öl oder Butter werden durch Fett nicht automatisch ungekühlt haltbar. Für besonders empfindliche Personen frische Kräuter nur ausreichend erhitzt verwenden.
Kräuterbutter in brauchbaren Mengen abpacken
Eine große gefrorene Butterrolle lässt sich schlecht portionieren, wenn sie sehr dick ist. Forme sie lieber schlank oder verwende kleine Förmchen. Stücke mit etwa einem Esslöffel Inhalt passen zu einer Portion Kartoffeln oder Gemüse.
Sobald die Stücke durchgefroren sind, kommen sie aus offenen Formen in eine dicht schließende Dose. Sonst nehmen sie leicht den Geruch des Gefrierfachs an. Schreib auch auf, welche Kräuter darin stecken. Dillbutter auf Gemüse ist etwas anderes als Petersilienbutter fürs Brot.
Verwenden und Reste kühl halten
Ein Stück auf einer heißen Ofenkartoffel schmilzt von selbst. Beim Braten kommt Kräuterbutter eher zum Schluss dazu, damit die feinen Kräuter nicht dunkel verbrennen. Für Gäste nur eine kleine Menge auftauen; der übrige Vorrat bleibt gefroren.
Frische Kräuter können Keime tragen. Für Schwangere, immungeschwächte Menschen oder andere besonders empfindliche Personen werden sie ausreichend erhitzt verwendet. Das Einfrieren beseitigt solche Keime nicht zuverlässig. Eine Butterportion, die lange warm auf dem Tisch stand, gehört nicht zurück zum frischen Vorrat.
Zubehör, das bei diesem Rezept hilft
Eine grammgenaue Waage hilft bei kleinen Ansätzen: Küchenwaagen mit Grammteilung vergleichen* * Affiliate-Link. Bei einem Kauf kann ALLTAGSWURZEL eine Provision erhalten.. Zum Lagern kannst du Gefrierdosen bei Amazon ansehen* * Affiliate-Link. Bei einem Kauf kann ALLTAGSWURZEL eine Provision erhalten.. Nutze vorhandene passende Formen; ein spezielles Kräutergerät ist nicht nötig.
* Affiliate-Links: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich bleibt der Preis gleich. Suchlinks öffnen eine Produktauswahl; prüfe dort Größe und Eignung.
Die Kräuterbutter passt nach dem vollständigen Garen auch zu den grünen Bohnen aus dem Gefrierfach.
Rezeptgrundlage und Verfahrenshinweise: Frische Kräuter einfrieren · Butter einfrieren · Hygiene bei rohen Zutaten: BfR.
